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Eigentlich wollten wir unsere Tour am Freitag (Tag der D.E.) schon starten. Wegen starker Schneefälle haben wir uns dann doch erst am Sonntag auf den Weg gemacht. Als wir morgens im Montafon ankamen, sah es auch mehr nach Wintersport aus. Nach einem Anruf auf der Heinrich- Hüter-Hütte fuhren wir mit dem Vater vom Hüttenwirt zusammen im Allradbus bis zur Zollwachhütte. Von hier aus ging es über den teils verschneiten Fahrweg in einer Stunde hinauf zur Hütte (1766m), die noch ganz im Schnee lag. Zusammen mit einer kleinen Gruppe von Lehrern hatten wir die eben neu eröffnete Hütte ganz für uns. Aller Kritik zum Trotz ist der Umbau der Hütte in unseren Augen sehr gelungen. Die Hütte wirkt innen noch immer gemütlich. Die neue Terrasse ist in den ersten Stock verlegt worden. Ein Kletterraum (3m Höhe an drei Wänden) im Obergeschoss gehört jetzt auch dazu. Die Lager sind sehr schön (ohne Heizung). In der Nacht konnte man Dank einiger Minusgrade auch mal alle Decken im Lager sinnvoll nutzen.

Die am nächsten Tag geplante Tour über den Saulajochsteig zum Lünersee und über das Gipsköpfle zurück mussten wir wegen dem immer noch zu hohen Schnee absagen.


 Mit der Hochjochbahn ging es hinauf und anschliessend über einen kleinen Pfad in 20 Min. zur Wormser Hütte auf 2385m Höhe. In der von "Manfred & Team" geführten Hütte wurden wir mit einem Begrüßungsschnaps empfangen. Nach einem "sterneverdächtigem" Abendessen ging es dann in die Lager. Am nächsten Morgen legten wir Annika an die Leine und machten uns auf zum nahen Kreuzjoch. Nach einer leichten Kletterei erreichten wir das Gipfelkreuz. Von hier stiegen wir durch den Schnee wieder 600 Höhenmeter ab und gingen über den Seeweg zur Bergstation zurück. Da Annika nach ca. vier Stunden Bergtour verständlicherweise keine Lust mehr auf den Aufstieg zur Hütte hatte, benutzten wir die Sesselbahn um einen Teil des Rückweges abzukürzen.

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Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Rückweg nach Latschau. Gegen Nachmittag erreichten wir wieder den Staussee. Da alle anderen Hütten in der Nähe schon geschlossen hatten, fuhren wir nach Schruns und stellten unser Auto in der Tiefgarage unter der Touristeninformation ab.

Der Weg zur Lindauer Hütte über den Rätikon Höhenweg war am Verajoch noch mit einem halben Meter Schnee belegt. Dazu reichte die Bodenfreiheit unserer 4 1/2jährigen noch nicht aus. Also stiegen wir wieder ab und fuhren mit der Golmer Bahn zum Grüneck und gingen in ca. 3,5h durch Schnee / Eis / Schneematsch und nachher knöcheltiefem Schlamm durch allerlei Bachläufe und Wurzelwerk zur Lindauer Hütte. Der ganze Pfad war durch die Schneeschmelze nur schlecht zu begehen. Am nächsten Tag  verunglückte ein Wanderer hier schwer und wurde mit dem Hubschrauber geborgen. Kurz vor der Lindauer Hütte setzte dann noch der Regen ein. Da die Hütte fast leer war, konnten wir im Nebenhaus einziehen. Die Nachtruhe wurde nicht durch andere Mitbewohner gestört, sondern durch ein Naturereignis besonderer Art. Direkt vor unserem geöffneten Fenster brüllte die ganze Nacht ein kapitaler Hirsch nach einem Weibchen. Da aber wohl keines in der Nähe war, brüllte er um so lauter. Wer schon mal einen Hirsch röhren gehört hat, kann sich vorstellen,  wie sich das in einer stillen Nacht anhört. (nämlich ganz schön nervig!)

Zusammen mit unseren Schweitzer Freunden waren wir nun die einzigen Besucher der Hütte. Am nächsten Tag ging es wieder zurück ins Tal und von dort aus mit dem Auto nach Brand. Die am ersten Tag geplante Tour an den Lünersee holten wir heute in verkürzter Form nach. Da die Douglashütte am Lünersee nicht unbedingt unserem Geschmack zusagte, übernachteten wir in Tschagguns.

Am letzten Tag fuhren wir über die Silvretta Hochalpenstrasse zum Silvrettasee und wanderten gemütlich zum Ausklang bei strahlendem Sonnenschein einmal um den See. Damit ging unser Herbsturlaub auch schon zu Ende. Annika hat sich super in den Bergen geschlagen. Mit in Aussicht gestellten kleinen Belohnungen, wie zum Beispiel ein leckeres Eis oder ein "Bob der Baumeister-Ei" sowie erzählten Märchen, liessen sich so manche Durststrecken prima überbrücken. Toll gemacht !!!

Eine Woche schönstes Herbstwetter mit bester Fernsicht und leeren Hütten sind ein Grund, im nächsten Jahr nochmal um diese Zeit eine Tour zu planen.

Hüttentour 2008

im Montafon /Rätikon

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